Wie Routinen dein Leben verbessern

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Routinen verbessern Dein Leben

Was sind Routinen und warum sind sie so wichtig?

In meinem heutigen Beitrag geht es um Routinen, mit denen Du Dein Leben verbessern wirst. Gleichzeitig helfen sie Misophonikern dabei, triggerfrei durch den Tag zu kommen.
Aber fangen wir einmal ganz von vorne an. Was sind eigentlich Routinen? Im Wörterbuch findet man folgende Definition: „Durch längere Erfahrung erworbene Fähigkeit, eine bestimmte Tätigkeit sehr sicher, schnell und überlegen auszuführen”. In dieser Beschreibung wird der Nutzen schon deutlich erkennbar. Bestimmte Tätigkeiten sicher, schnell und überlegen ausführen. Weitere Synonyme für die Routine sind unter anderen: Erfahrung, Geübtheit, Gewohnheit.
Routinen sind sehr wichtig für unser Leben. Sie schaffen Sicherheit, Vertrauen und verbessern unsere Lebensqualität. Ein “Routinier” ist eine Person, die über entsprechende Erfahrungen verfügt und vertraut mit ihren Aufgaben ist. Solche Personen geben uns Sicherheit. Aus diesem Grund gibt es in der Medizin Spezialisten für bestimmte Operationen oder Krankheiten. Bei Rückenschmerzen werden uns Fachkräfte der Orthopädie helfen. Leiden wir unter Herzproblemen, ist die Kardiologie für uns zuständig. Geht es uns seelisch nicht gut, dann wird der Besuch bei einem Psychologen oder einer Psychologin helfen. Wir vertrauen also auf Menschen, die in ihrem Bereich routiniert sind. Dort fühlen wir uns sicher und gut aufgehoben.
Aber nicht nur für Spezialisten sind Routinen wichtig, sondern für jeden einzelnen von uns. Völlig unabhängig davon, welchen Beruf man nachgeht. Hat man erst einmal eine Routine entwickelt, verschenkt man seine Zeit nicht weiter für unnötige Entscheidungen. Indem wir bestimmte Aufgaben automatisieren, minimieren wir deren zeitlichen Aufwand und werden schneller fertig. Gleichzeitig ermöglicht uns das ein produktiveres Arbeiten. Somit schaffen wir Freiraum für andere Aufgaben, die uns am Herzen liegen oder wichtig sind.
Im Verlauf dieses Artikels erfährst Du, welche Vorteile ein gut strukturierter Tagesablauf hat und warum es alles andere als spießig ist. Und ich werde Dir prominente Beispiele nennen, die diese Methode schon seit Jahren erfolgreich für sich nutzen. Gleichzeitig wirst Du erfahren, wie sich eine tägliche Routine positiv auf Deine Misophonie auswirkt. Des Weiteren erwartet Dich am Ende des Beitrags mein aktuelles Video, in dem ich Dir meine persönliche Routine vorstelle. Aber bevor wir anfangen, möchte ich Dir noch ein kleines Geschenk machen. Du leidest unter Misophonie und wünscht Dir mehr Lebensqualität? Dann empfehle ich Dir mein Buch “Hass auf Geräusch”.
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Diese Vorteile hat die tägliche Routine

Im Laufe des Abschnittes erwähne ich den Begriff “Gewohnheit.” Dieser ist nicht zu 100% identisch mit der Routine, gehört aber dazu. Die Definition von Gewohnheit lautet wie folgt: Durch häufige und stete Wiederholung selbstverständlich gewordene Handlung, Haltung, Eigenheit; etwas oft nur noch mechanisch oder unbewusst Ausgeführtes.
Gewohnheiten und Routinen haben allerdings denselben Effekt: Sie ermöglichen uns in der Welt zu funktionieren. Ob man es glaubt oder nicht, aber 45 % unserer täglichen Aktivitäten laufen routiniert haben. Ohne das wir uns dessen bewusst sind. Denk an das tägliche Zähneputzen, dem Gang zum Briefkasten oder die Bedienung der Kaffeemaschine. ( Die Info ist von Dieser Seite )
Und das ist auch gut so. Stelle Dir einmal vor, unser Gehirn müsste für alle Abläufe am Tag Entscheidungen treffen. Damit wären sämtliche Kapazitäten blockiert, um sich auf die wichtigen Dingen zu konzentrieren. Mache Dir bitte einmal folgendes bewusst: Je mehr Entscheidungen wir durch gute Planung eliminieren können, desto mehr mentales Kapital steht zur Verfügung. Und dieses können wir dann zielgerecht und nutzenmaximierend für uns einsetzen. Es hat also deutliche Vorteile, wenn man Routinen in sein Leben integriert hat. Somit erlangen wir mehr Selbstkontrolle und das ist durchaus etwas positives. Personen mit einer starken Selbstkontrolle meistern ihr Leben im Voraus. Sie müssen sich gar nicht erst zu den alltäglichen Aufgaben überwinden, weil sie bereits zu Gewohnheiten geworden sind. So bleibt am Ende noch mehr Zeit für die wirklich schönen und wichtigen Dinge im Leben.
Hirnforscher sind sogar davon überzeugt, dass wir ohne Routinen gar nicht überleben würden. Wenn wir jede noch so kleine Bewegung bewusst steuern müssten, dann wäre unser Gehirn überfordert. Umso wichtiger ist es, dass wir uns einen strukturierten Tagesablauf aneignen. Wie das im Zusammenhang mit der Misophonie steht, erfährst Du in einem späteren Abschnitt.

Warum Routinen alles andere als spießig oder langweilig sind

Im ersten Moment klingt ein gut strukturierter Alltag langweilig. Teilweise sogar spießig. Wo bleibt denn da die Spontanität? Ist es nicht viel schöner, wenn man einfach in den Tag hinein lebt? Wird man mit täglichen Routinen nicht zum Sklaven des Alltages?
Diese Fragen kann man guten Gewissens mit NEIN beantworten. Das Gegenteil ist der Fall. Wie Du bereits im letzten Abschnitt gelernt hast, ist eine tägliche Routine sehr hilfreich. Dadurch erhältst Du nämlich mehr Zeit für Spontanität. Je routinierter Du im Alltag bist, desto mehr kannst Du Dich um die Sachen kümmern, auf die Du Lust hast.
Wir alle haben einen inneren Schweinehund. Diesen auszutricksen ist nicht leicht. Doch mit Gewohnheiten und Routinen wird Dir das gelingen. Deswegen sind sie alles andere als spießig oder langweilig. Sie verbessern Deine Lebensqualität.
Allerdings hat alles eine positive und eine negative Seite. Das Gesetz der Polarität. Neben guten Gewohnheiten, gibt es auch schlechte. Wie zum Beispiel das Rauchen. Oder die Tüte Chips am Abend beim Fernsehen. Einmal im Kreislauf dieser Gewohnheiten gefangen, findet man nur schwer einen Ausweg. Aber auch hier gibt es einen Notausgang. Ähnlich wie man negative Glaubenssätze durch positive ersetzt ( Mein Artikel: Kognitive Verhaltenstherapie ), lässt sich das auch mit schlechten Angewohnheiten praktizieren. Ersetze die Tüte Chips abends durch etwas gesundes wie frisches Obst zum Beispiel. Wenn du mit dem Rauchen aufhören willst und das Verlangen nach der Zigarette zu stark wird, dann laufe einmal um den Block. Oder mache Liegestützen, Kniebeugen, Situps, was immer Dir beliebt. Als Misophoniker weiß ich, wie wichtig es ist, dass man Gegenkonditionierungen anwendet. Nichts anderes machen wir, wenn wir uns vor Triggern schützen.
Routinen und Gewohnheiten werden häufiger verwendet, als man glaubt. Im nächsten Abschnitt stelle ich Dir Prominente vor, die das schon lange für sich entdeckt haben.

Barack Obama und Mark Zuckerberg tragen fast immer dieselbe Kleidung

Warum ist das so? Hat diese Form der Eintönigkeit einen Grund? Der ehemalige Präsident gestand damals schon, dass er nur graue oder blaue Anzüge trug. Sein Kommentar dazu „Ich versuche, die Zahl der Entscheidungen zu beschränken. Ich will nicht entscheiden, was ich esse oder anziehe. Ich habe nämlich zu viele andere Entscheidungen zu treffen.“
Ähnlich ergeht es Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Im Internet wurde sich schon anhand Bilder darüber lustig gemacht, dass er stets dasselbe T-Shirt trägt. Dabei hat das einen guten Grund. Zuckerberg arbeitet bis zu 60 Stunden die Woche. Da bleibt ihm wenig Zeit sich mit banalen Entscheidungen wie „Was ziehe ich heute an?“ zu quälen.
Eine sehr wichtige Weisheit, hat uns damals Apple-Gründer Steve Jobs mit auf den Weg gegeben. Er sagte: „In den letzten 33 Jahren habe ich mich jeden Morgen im Spiegel angeschaut und mich gefragt: Sollte heute der letzte Tag meines Lebens sein, würde ich mögen, was ich heute tun werde?“ ( Zitate von Obama und Jobs stammen von Dieser Seite )
Auch Jobs zog jeden Tag dieselbe Kleidung an. Einen schwarzen Rollkragenpullover und eine blaue Jeans. Ihm war es wichtiger, seine Zeit in Arbeit zu investieren als in Mode.
Und die Kleidung war nur ein kleiner Teil einer täglichen Routine. Sehr viele Prominente haben einen strukturierten Alltag. Sie haben überhaupt keine andere Wahl, weil sie ihr mentales Kapital für ihre Aufgaben komplett ausschöpfen müssen. Da können sie sich nicht mit kleinen, unwichtigen Entscheidungen aufhalten.
Um Dir zu zeigen, wie Routinen zum Erfolg führen können, möchte ich den Abschnitt mit einem Zitat von Arnold Schwarzenegger beenden: „Anfangs habe ich das Training gedanklich zur selben Notwendigkeit gemacht, wie das Trinken, Essen oder Schlafen. Zu einer Sache, die man täglich einfach machen musste. Später war diese Einstellung nicht mehr nötig. Da hat mir das Training einfach großen Spaß gemacht. Ich sage anderen Leute oft, dass Disziplin am Beginn sehr wichtig ist, aber dass man immer versuchen sollte sich mit Freude zu motivieren.“

Routinen gegen Misophonie nutzen

Wie ich bereits mehrfach festgestellt habe, gilt folgender Grundsatz bei der Misophonie: Je entspannter ich bin, desto seltener werde ich getriggert. Je seltener ich getriggert werde, desto entspannter bin ich. Das dürfte den meisten Misophonikern bekannt vorkommen.
Eine tägliche Routine hilft Dir dabei, dass Du entspannter bist. Auch hinsichtlich der Misophonie. Du kannst viel besser Deinen Tag planen und Dich vor kritischen Momenten schützen. Somit verringerst du potentielle Triggermomente. Durch geschickte Planung sparst Du eine Menge Energie. Du musst nicht mehr darüber nachdenken, ob Deine Kopfhörer aufgeladen sind oder wie Du Dich morgens vor Triggern schützt. Das ist alles ist in Deine Routine übergegangen und kostest Dich weder Zeit noch Nerven. Jeder Mensch kennt sich selbst am besten und ist sich seiner Stressfallen bewusst. Wer geschickt plant, kann diese von Anfang an umgehen. Damit verhindert man nicht nur schlechte Laune, sondern reduziert auch Stress und Druck im Alltag.
Im Endeffekt gibst Du Deinem Tag einen gewissen Rahmen. Das erleichtert Deinen Alltag und Du gewinnst an Lebensqualität.
Erlaube mir dazu noch ein paar persönliche Worte: Die Misophonie ist eine Erkrankung, für die es aktuell noch keine Heilung gibt. Trotzdem sind wir ihr nicht hilflos ausgeliefert. Eine Sache habe ich gelernt: Die effektivste Waffe gegen die Misophonie ist die Prävention. Wann hat Noah die Arche gebaut? Vor der Sintflut. Nicht während oder danach. Ähnlich verhält sich das auch mit der Misophonie. Plane Deinen Tag. Entwickel Deine Routinen. Kalkuliere mögliche Trigger mit ein. Schütze Dich rechtzeitig vor ihnen.
Warum lassen sich so viele Menschen gegen das Coronavirus impfen? Weil sie den Ausbruch der Infektion verhindern wollen. Als Misophoniker neigen wir auch zu Ausbrüchen, die nicht selten mit starken Emotionen einhergehen. Indem wir uns eine tägliche Routine aneignen, impfen wir uns gegen die Misophonie. Und das ganz ohne Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen.
Wenn es jemanden gibt, für den Routinen und Gewohnheiten unverzichtbar sind, dann sind es Misophoniker. Diese Krankheit wird uns unser ganzes Leben begleiten. Deswegen sollten wir sie beherrschen und nicht sie uns.

So findest Du Deine persönliche Routine

Zunächst ein wichtiger Hinweis: Lasse Dich gerne von anderen Menschen und ihren Routinen inspirieren. Das ist völlig legitim. Aber schaue Dir nicht alles 1:1 ab. Jeder von uns ist eine individuelle Persönlichkeit. Und aus diesem Grund sollte auch jeder seine eigene ganz persönliche Routine entwickelt. Stelle Dir folgende Fragen: Was tut mir gut? Was bringt mich weiter? Wie schütze ich mich am effektivsten vor Triggern? Womit bin ich nicht zufrieden? Und wie kann ich das ändern?
Bitte zwinge Dich zu nichts, was nicht zu Dir passt. Stehe nicht um 4:30 Uhr auf, wenn das absolut nicht Deine Zeit ist. Damit tust Du Dir keinen Gefallen. Probiere Dich einfach aus. Manche Gerichte muss man erst kosten, um herauszufinden, ob man sie mag oder nicht. Vielleicht merkst Du, dass Joggen Dir unwahrscheinlich gut tut. Möglicherweise ist Krafttraining mehr Dein Ding. Das muss jeder für sich selbst erfahren. Auf die Dauer der Zeit findest Du schon die richtige Routine für Dich.
Beachte dabei auch die „3-21-90-Regel“. Die wie folgt lautet: Wenn wir mit etwas Neuem beginnen, fällt es uns in den ersten 3 Tagen ziemlich leicht. So lange braucht es, bis die erste Euphorie abgeklungen ist. Danach ist Disziplin gefordert. Also bleibe bitte am Ball. 21 Tage dauert es, bis die neue Gewohnheit sich etabliert hat. Und erst nach 90 Tagen wird sie selbstverständlich. Sie ist dann in die Routine übergangen. Es braucht alles seine Zeit. Aber es lohnt sich.
Heute hast Du erfahren, wie Routinen Dein Leben verbessern. Besonders auch im Hinblick auf die Misophonie. Zum Schluss meines Beitrages erhältst Du wie immer ein Video von mir, dass jeden Sonntag um 19 Uhr auf meinem Kanal erscheint. Dort findest Du das heutige Thema noch einmal gut zusammengefasst wieder. Zusätzlich präsentiere ich Dir meine ganz persönliche Routine. Von morgens 5:31 Uhr, wenn mein Wecker klingelt, bis abends um 21:30 Uhr, wenn ich mein Smartphone in den Flugmodus stelle.
Vielleicht magst Du meinen Account auf Instagram abonnieren. Damit Du wirklich gar nichts mehr verpasst. ( KLICKE HIER ). Ansonsten bedanke ich mich für Deine Aufmerksamkeit. Bis nächsten Donnerstag.

Alles Gute,

Dein Patrick

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