Misophonie nur bei bestimmten Personen

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In meinem Erstlingswerk Ich hasse Geräusche! beschreibe ich, wie du dich täglich vor Triggern schützen kannst, wie du dich entspannst und wie du über die Misophonie sprechen kannst. Aktuell gibt es das Buch geschenkt. Du zahlst nur den Versand.

Misophonie nur bei bestimmten Personen

Hast Du Dich schon einmal gewundert, warum Deine Misophonie nur bei bestimmten Personen so extrem ausfällt? Hast Du bereits mit diesen Menschen über die Misophonie gesprochen? Und wie gehst Du damit um, wenn sie kein Verständnis für Dich zeigen?
Viele Betroffene trauen sich nicht, über die Misophonie zu sprechen. Dafür gibt es gute Gründe, die ich im Laufe des Beitrages ausführlich erläutern werde.
Dieser Artikel ist eine Hilfestellung für jeden Misophoniker. Er hilft Dir dabei, zu erkennen, wo Deine Blockaden sind und wie Du sie überwinden kannst. Zusätzlich erhältst Du zum Ende des Beitrages mein aktuelles Video, in dem ich das heutige Thema noch einmal anschaulich zusammengefasst habe.
Lass mich Dir gleich am Anfang ein wenig Angst nehmen. In den meisten Fällen verläuft das Gespräch über die Misophonie positiv. Die andere Person zeigt Verständnis und auf lange Sicht könnt ihr Strategien entwickeln, die Euer Zusammenleben stark verbessern. Das Konstrukt des Triggerkontos ist dabei äußerst hilfreich. (Hier der Artikel dazu)
Aber es gibt wenige Fälle, bei denen eine solche Unterredung problematisch werden kann. Denn es kann passieren, dass Dein Gegenüber für Deine Erkrankung kein Verständnis hat. Es können Sätze fallen wie „Höre doch einfach weg!“ oder „Stell dich nicht so an!“
Das soll Dir nicht den Mut nehmen, das Gespräch trotzdem zu suchen. Aber für diesen Fall kann man sich vorbereiten. Wir schließen ja auch Versicherungen ab, um uns vor einen möglichen „Schaden“ zu schützen. Eine solche Versicherung kann ich Dir anbieten. Nicht im klassischen Sinne. Aber ich habe ein Produkt entwickelt, dass Dich perfekt auf solche Gespräche vorbereitet.
Stelle Dir mal vor, Du erhältst eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wie Du das Gespräch über die Misophonie führen kannst. Einen roten Faden, der Dir eine sichere Gesprächskultur garantiert. Stelle Dir vor, Du bekommst den perfekten Gesprächsöffner. Dazu erhältst Du noch jede Menge Beispiele von realen Gesprächen über die Misophonie, die aus meinem Mentoring-Programm stammen. Und jetzt stelle dir noch vor, Du hättest ein Repertoire von schlagfertigen Sprüchen zur Hand, mit denen Du Sprüche wie „Stelle dich nicht so an!“ oder „Höre doch einfach weg!“ kontern könntest.


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Warum Deine Misophonie nur bei bestimmten Personen so extrem ausfällt

Die Misophonie ist ein lebenslanger Begleiter. Sie ist treu und weicht einem nicht von der Seite. Doch manchmal scheint es, als würde ihre Intensität je nach Person variieren. Es gibt Menschen, die uns extrem triggern. Mehr als andere. Aber woran liegt das? Warum fällt die Misophonie nur bei bestimmten Personen so extrem aus?
Wie stark Du von jemanden getriggert wirst, hängt meistens von der Beziehung zu dem Betroffenen ab. Das kann sowohl positiv als auch negativ sein. Wenn Du zum Beispiel ein schwieriges Verhältnis zu jemanden hast, dann können seine Geräusche Dich schneller triggern. Vielleicht besteht unterschwellig ein Konflikt zwischen Euch. Das wirkt sich dann auch dementsprechend auf die Misophonie aus. Hier könnte es helfen, wenn man mit der Person das Gespräch sucht. Wenn der Konflikt beseitigt ist, reduziert das auch gleichzeitig die Anfälligkeit für Trigger bei diesem Menschen. Außerdem ist es auch eine Chance, die Misophonie anzusprechen.
Es kann aber auch sein, dass Dich jemand extrem triggert, obwohl diese Person Dir sehr am Herzen liegt. Der Schriftsteller Paulo Coelho sagte einmal: „Diejenigen die wir lieben, können uns am meisten verletzen.“ Das trifft auch häufig auf die Misophonie zu. Als Beispiel führe ich hier mal den Partner oder die Partnerin an. Wir verbringen die meiste Zeit mit dieser geliebten Person. Und dadurch sind wir auch regelmäßig deren Geräuschen ausgesetzt. Daraus resultieren schnell Trigger. Außerdem ist uns diese Person sehr wichtig und wir reagieren vielleicht heftiger, weil wir besonders auf sie achten.
Hier empfiehlt es sich, der Person deutlich zu machen, dass man das Geräusch hasst, nicht den Verursacher. Des Weiteren eröffnet das einen neuen Blickwinkel auf das Gespräch über die Misophonie. Denn man kann dem Partner oder der Partnerin erklären, dass sie einen triggern, weil man ihnen eben besonders viel Aufmerksamkeit schenkt. Mehr als anderen Menschen.
Wie Du siehst, kann es auch positive Gründe geben, warum die Misophonie nur bei bestimmten Personen besonders stark ins Gewicht fällt.

Man fühlt sich allein gelassen mit der Misophonie

Im vorigen Abschnitt habe ich Dir erklärt, warum die Misophonie nur bei bestimmten Personen besonders heftig ausfällt. Jetzt widmen wir uns den Gründen, die ein Gespräch über die Misophonie erschweren.
Warum schreibe ich diesen Blog? Wozu habe ich zwei Bücher zu dem Thema publiziert? Weil es mir wichtig ist, dass die Misophonie an Bekanntheit erlangt. Ich möchte Aufklärungsarbeit über diese Erkrankung leisten. Misophonikern und ihren Angehörigen helfen, ihr Zusammenleben besser zu gestalten.
Und warum ist mir das alles so wichtig? Ich litt schon unter der Misophonie, als die Krankheit noch gar nicht bekannt war. Und damit fühlte ich mich sehr alleine. Ich begann an mir zu zweifeln. Fragte mich, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. Was mit mir denn nicht stimmte. Irgendwann stellte ich meine Persönlichkeit infrage. War ich ein schlechter Mensch? Dieser Charakterzug an mir, schien nicht normal zu sein. Mir war bewusst, dass meine Reaktion auf gewisse Geräusche völlig überzogen waren und stark von der Norm abwichen. Hinzu kam, dass man mich nicht ernst nahm, wenn ich darüber sprach. Ich war Kommentaren ausgesetzt, die mir signalisierten, dass ich mich bloß anstelle. Und das ich mich einfach nur zusammenreißen müsse.
So könnte es Dir auch gehen. Du fühlst Dich alleine und unverstanden. Und gerade deswegen ist es umso wichtiger, dass Du über die Misophonie sprichst. Damals war die Misophonie noch eine Unbekannte. Glücklicherweise hat sich das geändert. Als ich das erste Mal von ihr erfuhr, war das eine Erleichterung. Endlich gab es einen Begriff für mein Leiden. Ich fühlte mich nicht mehr unverstanden und beschloss, dass ich anderen Misophonikern und auch ihren Angehörigen helfen möchte.
Falls Du Unterstützung beim Gespräch über die Misophonie benötigst, dann bin ich gerne für Dich da und helfe Dir dabei. Du kannst mich jederzeit kontaktieren. Ich bin auch auf Instagram vertreten. Hier der Link.

Der Kampf um Verständnis für die Misophonie kostet Energie

Krankheiten, die man nicht sieht, haben einen Nachteil: Es fällt anderen schwer, Empathie für die Betroffenen zu entwickeln. Wenn man selber nicht unter einer Depression leidet, kann man sich nur schwer vorstellen, was Menschen mit Depression durchmachen müssen. Und genauso verhält es sich auch bei der Misophonie.
Wenn jemand ein gebrochenes Bein hat, dann trägt er einen Gips. Ihm fällt das Laufen schwer und er braucht Unterstützung. Visuell nehmen wir sein Leiden wahr und können uns auch leichter in den Betroffenen einfühlen. Wir halten ihm die Tür auf, besuchen ihm im Krankenhaus und helfen ihn, soweit es möglich ist. Jemand mit einem gebrochenen Bein muss nicht um Verständnis kämpfen. Es wird ihm automatisch zukommen. Anders verhält es sich bei psychischen Krankheiten.
Bei der Misophonie kommt erschwerend hinzu, dass die Erkrankung NOCH nicht anerkannt ist. Zwar gibt es bereits Studien und Untersuchungen, die ihre Existenz nachweisen, trotzdem wurde sie noch nicht in den Katalog für psychische Erkrankungen aufgenommen. Und leider gibt es Menschen, die absolut kein Verständnis für die Misophonie haben. Wenn wir mit einer solchen Person zusammenleben, kann uns das viel Kraft und Energie rauben. Alleine die ständigen Rechtfertigungen, was einem einfällt, den Tisch fluchtartig zu verlassen. Das ist nur ein Beispiel von vielen.
Wenn Du Dich immer wieder erklären musst, dann wird das auf Dauer anstrengend. Und es gibt noch schlimmere Fälle. Von einigen meiner Follower weiß ich, dass sie mit Absicht von anderen getriggert werden. Ein sehr respektloses Verhalten. Auch ich musste negative Erfahrungen sammeln. Wegen meiner Aufklärungsarbeit für die Misophonie, wurde ich bereits beleidigt und beschimpft. Ich habe gelernt damit umzugehen, aber für den einen oder anderen Misophoniker kann das ein Grund sein, sich erst recht zurückzuhalten.
Mein Vorschlag: Sprecht trotzdem über die Misophonie. Sollte sich jemand Euch gegenüber respektlos verhalten, dann wisst Ihr auch, wo und wie Ihr diese Person einordnen könnt.

Weitere Gründe, warum man nicht über die Misophonie spricht

Wenn wir vor vielen tausend Jahren aus einer Gruppe ausgeschlossen wurden, dann bedeutete das meistens den sicheren Tod. Zwar ist das heute nicht mehr der Fall, aber die Ur-Angst sitzt immer noch tief in der Seele der Menschen. Da die Misophonie eben noch keine anerkannte Krankheit ist, weichen wir damit in den Augen einiger von der Norm ab. Und genau aus diesem Grund fürchten wir von anderen ausgegrenzt oder ausgeschlossen zu werden.
In vielen Köpfen von Misophonikern sitzt folgender Gedanke: Wenn wir über unsere Erkrankung sprechen, dann geben wir eine Schwäche preis. Und die könnte möglicherweise gegen uns verwendet werden. Deswegen aktiviert sich unser Selbstschutz. Wir möchten nicht angreifbar und verletzlich sein.
Lass mich Dir dazu eines sagen: Du musst Dich nicht für die Misophonie schämen! Es ist keine Schwäche, wenn Du darüber offen und ehrlich sprichst. Eher im Gegenteil. Es beweist Mut und Stärke. Sei Dir dessen immer bewusst.
Vielleicht machst Du Dir Gedanken, ob Dein „Outing“ bei der anderen Person einen gewissen Druck aufbauen könnte. Der Betroffene weiß im ersten Moment nicht, wie er sich verhalten soll. Dabei geht es nicht darum, dass die Person sich einschränken muss. Sie muss nur akzeptieren, dass Du Dich schützen wirst. Mein neues Buch „Misophoniker Bodyguard“ richtet sich explizit auch an die Angehörigen von Betroffenen. Dort präsentiere ich verschiedene Strategien und Methoden, die sowohl Misophonikern als auch deren Angehörigen helfen werden. Falls Du mehr über mein neues Buch erfahren möchtest, dann klicke diesen Link hier an.
Insbesondere wenn die Misophonie nur bei bestimmten Personen sehr stark auftritt, ist es höchste Zeit, das Gespräch zu suchen. Eine mögliche Sorge, die uns von einer solchen Unterhaltung abhält, könnte Folgende sein: Unser Gegenüber denkt, wir wollen nur Aufmerksamkeit oder Mitleid erzeugen. Das ist natürlich nicht der Fall. Es geht wirklich nur darum, über die Misophonie aufzuklären und eben für Verbesserung des Verhältnisses zu sorgen.

Über die Misophonie sprechen – Darum brauchst Du keine Angst haben

In meinem heutigen Beitrag „Misophonie nur bei bestimmten Personen“ habe ich teilweise über negative Reaktionen auf das Gespräch über die Misophonie geschrieben. Und die können durchaus vorkommen. Aber sie sind nicht die Regel. Trotzdem ist es von Vorteil, wenn man auf mögliche Reaktionen gewappnet ist. Das schließt auch unschöne Reaktionen ein. Anfangs habe ich die Versicherung erwähnt. Wir schließen sie ab, um uns vor potentiellen Schäden zu schützen, die vielleicht nie eintreffen. Trotzdem fühlt man sich wohler und geschützter, wenn man darauf vorbereitet ist. So verhält es sich auch bei dem Gespräch über die Misophonie.
In den meisten Fällen wird die Unterhaltung positiv verlaufen. Dein Gegenüber ist wahrscheinlich sogar sehr froh, dass Du so offen und ehrlich mit ihm kommunizierst. Endlich kann er oder sie verstehen, was mit Dir los ist. Und gleichzeitig seid ihr in der Lage, Euer Zusammenleben auf ein neues Level zu heben. Letztendlich ist das Gespräch über die Misophonie eine Win-Win-Situation für beide Parteien. Es kann zwar eine Weile dauern, bis Ihr ein eingespieltes Team seid, aber das ist völlig normal. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Alles braucht Zeit und Geduld. Aber es lohnt sich.
Mache Dir bewusst, dass über 90% unser Sorgen nicht eintreten werden. Sorgen halten uns in Bewegung, aber wir kommen nicht vorwärts. Hin und wieder müssen wir unsere Komfortzone verlassen und auch mal etwas wagen. Dazu gehört auch das Gespräch über die Misophonie.
Lass mich dazu noch etwas sagen: Besonders in den Sozialen Medien kommt es häufiger zu dreisten oder beleidigenden Kommentaren. Wie ich bereits geschrieben habe, ist mir das auch schon passiert. Lass Dich nicht verunsichern.
Im Internet und im Schutze der Anonymität, zeigen sich einige von ihrer schlechten Seite. Wenn sie Dir aber gegenüberstehen müssten, würden sie vermutlich nicht einen verletzenden Satz sagen können.
In meinem aktuellen Video findest Du noch wertvolle Informationen zu dem heutigen Beitrag. In der Beschreibung findest Du noch einige Links, die Dir und Deinen Angehörigen im Kampfe gegen die Misophonie helfen werden. Ich bedanke mich für Deine Aufmerksamkeit.

Alles Gute,

dein Patrick

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