Management und Organisation gegen Misophonie – Der dritte Schlüssel

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In meinem Erstlingswerk Ich hasse Geräusche! beschreibe ich, wie du dich täglich vor Triggern schützen kannst, wie du dich entspannst und wie du über die Misophonie sprechen kannst. Aktuell gibt es das Buch geschenkt. Du zahlst nur den Versand.

Mit Management und Organisation die Misophonie abmildern

Mit den beiden Schlüsseln Selbstanalyse und Selbstbewusst über Misophonie sprechen hast du bereits zwei effektive Hilfsmittel im Kampf gegen die Misophonie erhalten. Heute überreiche ich dir den dritten und somit letzten Schlüssel dieser Serie, indem ich dir zeige, wie du mithilfe von Management und Organisation die Symptome deiner Misophonie deutlich reduzieren kannst. Alle drei Schlüssel sind Teil meines kostenlosen Webinars, das du dir gerne in Ruhe anschauen kannst. Plane hierfür eine gute Stunde ein. Anhand der vorgestellten Methoden ist es mir gelungen 11 Wochen am Stück triggerfrei zu bleiben. Gerne lasse ich dich an meinen Erfahrungen partizipieren. Die Informationen aus diesem Artikel, inklusive zusammenfassender Inhalte der vorigen Beiträge, findest du weiter unten im Video.

Irgendwo heißt es, dass Glück kein Zufall, sondern das Produkt einer inneren Einstellung ist. Auch die Misophonie muss nicht dem Zufall überlassen werden. Mit dem richtigen Management und einer strukturierten Organisation ist man auf die meisten Trigger vorbereitet. Du hast bereits gelernt, wie wichtig eine umfassende Selbstanalyse für dich ist und warum du unbedingt selbstbewusst über die Misophonie sprechen solltest. Im heutigen Beitrag gehe ich ausführlich auf die Vorteile von Management und Organisation als Präventionsmaßnahme bei Misophonie ein. Ich stelle dir Tipps und Tricks vor, die dein emotionales Grundgerüst festigen und dich auf eventuelle Triggermomente vorbereiten. Letztendlich existieren nur zwei Optionen: entweder du kontrollierst die Misophonie, oder sie kontrolliert dich. Lass mich dir dabei helfen, dass du die Kontrolle übernimmst.

Warum dir Management und Organisation ein besseres Wohlgefühl vermitteln

Die Misophonie ist nach heutigem Stand der Wissenschaft nicht heilbar und ob sie es jemals sein wird, kann aktuell nicht beantwortet werden. Allerdings gibt es Mittel und Wege, die Intensität der Symptome deutlich abzuschwächen. Um dir eine bessere Übersicht zu ermöglichen, möchte ich dir stichwortartig die wichtigsten Punkte auflisten, warum Management und Organisation so wichtig im Kampf gegen die Misophonie sind.

° Es wirkt befreiend, wenn du jederzeit gut vorbereitet und somit auch geschützt bist
° Du bist vor bösen Überraschungen gefeit, unabhängig davon, an welchem Ort du dich gerade befindest
° Die Freude an alltäglichen Dingen steigt und du kannst dein Leben dank einer entspannten Lebensweise wieder genießen
° Du partizipierst wieder am sozialen Leben, weil du abgeklärt bist und deine Misophonie im Griff hast
° Dein Tagesablauf ist dir bekannt und du weißt exakt wie du dich strukturiert schützen kannst, da dir sämtliche Trigger bewusst sind
° Du kannst dich auf besondere Tage und Feste (wie Geburtstage oder Weihnachten) vorbereiten und wieder darauf freuen
° Deine Planung und die kontrollierte Misophonie vermitteln dir ein Gefühl von Sicherheit

 

Die traurige Realität von Misophonikern, die ihren Alltag ohne Schutz und Planung bestreiten

Bereits die Erwartung auf mögliche Triggergeräusche lassen dich unruhig und unkonzentriert werden. Das Gefühl dürfte dem Großteil meiner Leserschaft bekannt vorkommen. Man steigert sich förmlich in die Szenerie rein. „Der Trigger muss doch jetzt jeden Moment kommen. Ich weiß das doch. Es dauert sicher nicht mehr lange, bis ich maximal genervt sein werden.“ Schlecht organisiert und ungeschützt warten wir auf das Geräusch.

Im Zuge dieses Prozesses entziehen wir uns selber wertvolle Lebenszeit. Ein weiteres unnützes Unterfangen ist das Aushalten von Triggern. Viele Misophoniker zwingen sich tatsächlich bestimmte Situationen auszuhalten. Ohne es zu wollen, verschlechtern sie damit ihre Misophonie auf lange Sicht. Bitte mache dir Folgendes einmal bewusst: Wenn du aus für dich belastenden Situation flüchtest, ist das keine Entscheidung gegen die jeweilige Person, sondern eine Entscheidung für dich!

Die erste Regel des Misophonie-Club lautet: Gehe niemals ohne Kopfhörer aus dem Haus! Setze dich nicht schutzlos in ein Wartezimmer. Die schrecklichsten Geräusche können dort auf einen Misophoniker lauern. Unter Einsatz der Kopfhörer entzieht man sich diesem Leid. Manchmal reicht es schon an der Supermarktkasse zu stehen. Wenn die Person hinter dir genüsslich ihren Kaugummi kaut, ist schon sehr viel Selbstdisziplin erforderlich, um keine geltenden Gesetze zu verletzen. Aus diesem Grund gehören Kopfhörer zu einem wesentlichen Teil von Management und Organisation im Alltag eines Misophonikers.

Viele Betroffene freuen sich nicht einmal mehr auf das eigene Zuhause, weil selbst dort Trigger lauern. Dies ist besonders tragisch, da die eigenen vier Wände eine Oase des Schutzes darstellen sollen. Wenn man sich mal mehr dort sicher fühlen kann, wird man zwangsweise immer unzufriedener. Es beginnt das große Hadern mit sich selbst, seiner Persönlichkeit und dem Selbstwertgefühl. Keine guten Voraussetzungen für die Zukunft. Langfristig begünstigt das den Einstieg in die Isolation und damit verbundene psychische Nebeneffekte.

Für Misophoniker ist eine entspannte Zeit ohne Vorbereitung undenkbar

Niemand wird vor seiner Geburt in einem Katalog geblättert und sich die Misophonie als Lebensbegleitung gewünscht haben. Das Leben mit dieser Störung ist ein ständiger Kompromiss. Der Alltag stellt Betroffene vor eine große Herausforderung. Wer als Misophoniker Management und Organisation seines Lebens nicht beachtet, wird häufig mit Triggern konfrontiert werden. Dabei reichen schon kleine, geschickte Veränderungen, um das Wohlbefinden effektiv zu verbessern. Eine konsequente und tägliche Umsetzung ist hierfür unerlässlich. Die Misophonie kann auch als Chance betrachtet werden. Durch diese Störung sind wir gezwungen unser Leben zu ändern und erlangen somit womöglich Besserungen, die wir sonst nicht kennengelernt hätten.

Bitte bedanke folgendes: Wenn du deine Gewohnheit nicht änderst, wird sich auch nichts in deinem Leben verändern. Du stehst in der Verantwortung, dein Leben mit Misophonie zu managen. Diese Bürde kannst du auf niemanden abwälzen. Mithilfe eines guten Selbstmanagements bist du in der Lage kritische Situationen souverän zu entschärfen und soziale Kontakte zu genießen, als ob du überhaupt nicht unter Misophonie leiden würdest. Wie ein altes Sprichwort so schön attestiert, ist es besser ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

4 wichtige Tipps, um dein emotionales Gleichgewicht in Balance zu halten

Errichtet man ein Haus auf einem soliden Fundament, begünstigt das die Stabilität des Eigenheimes. Auch Menschen sind im Besitz eines solchen Fundaments. Wer unter Misophonie leidet, sollte sich um ein ausbalanciertes, emotionales Gleichgewicht kümmern. Um das zu erreichen, möchte ich dir vier Methoden vorstellen, die Teil von Management und Organisation im Alltag eines Misophonikers sein sollten.

° Installiere einen sprachgesteuerten Computer in deinem Zuhause. Die innovative Technik dieser Systeme beinhalten den Vorteil, dass du mit einem einzelnen Satz Musik oder Hintergrundgeräusche aktivieren kannst. Der Aktionsraum dieser Befehle beträgt nur wenige Sekunden. Auf diesem Wege gelingt es dir frühzeitig dich vor nervigen Triggern zu schützen.

° Dieser Tipp ist vermutlich so alt wie die Menschheit, aber immer noch allgemein gültig und effektiv: Betreibe aktiv Sport! Die körperliche Ertüchtigung kanalisiert Frustrationen und wirkt als Ventil hervorragend. Zusätzlich ergeben sich Vorteile für die Gesundheit. Man wird fitter, vitaler, entspannter und baut Stress ab. Bei der Auswahl der sportlichen Aktivitäten darf nach individuellen Wünschen entschieden werden. Ob Yoga, Laufen, Krafttraining oder Walken, jede Form von Sport ist gut und entspannt langfristig. Erinnere dich: je entspannter und ausgeglichener du bist, desto niedriger ist deine Anfälligkeit für Trigger.

° Der folgende Tipp löst auch nicht bei jedem direkt Frohsinn aus, ist aber ein essenzieller Bestandteil für das körperliche Wohlbefinden: gesunde Ernährung. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bilden die Grundlage für einen gut funktionierenden Organismus. Mit der richtigen Ernährung wird der Tagesbedarf des Körpers ausreichend abgedeckt und mindert nicht nur körperliche Symptome, sondern auch psychische. In Kombination mit Sport verbessert es das Störungsbild Misophonie nachhaltig

° Praktiziere die progressive Muskelentspannung und erhalte auf Knopfdruck mehr Entspannung für dich. Falls dir eine ausführliche Anleitung für die PME fehlt, kannst du sie hier finden.

Herzlichen Glückwunsch. Du hast alle drei Schlüssel erhalten. Hierzu zählen:

° Selbstanalyse
° Selbstbewusst über Misophonie sprechen
° Management und Organisation gegen Misophonie

Durch die Kombination aller drei Teile konnte ich 11 Wochen triggerfrei leben. Und das während des Lockdowns, einer Zeit, in der man zu Hause mit bestimmten Triggern gefangen war. Schon mein gesamtes Leben leide ich bereits unter Misophonie und die daraus resultierenden Einschränkungen. Eines Tages wollte ich nicht weiter in Opferhaltung verharren und habe geschworen, Wege zu finden, um mit der Störung besser leben zu können. Viele davon präsentiere ich auf meinem YouTube-Kanal oder in meinem Blog hier. Ich wünsche mir, anderen damit helfen zu können. Mir liegt es fern irgendwelche Versprechungen zu machen, die im Endeffekt nicht den gewünschten Effekt erreichen.

Mein Angebot soll eine Lebenshilfe für Misophonie sein. Es handelt sich um Theorien, Praktiken und Ansätze, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe. Daran möchte ich andere Misophoniker teilhaben lassen. Gemeinsam mit den psychotherapeutischen Heilpraktikern Andreas Seebeck und Verena Hein biete ich ein intensives Coaching an, das Triggersituationen reduziert und die Misophonie abmildert. Bei Bedarf vereinbare einen Termin zum Kennenlernen. Selbstverständlich handelt es sich um ein kostenloses und unverbindliches Gespräch.
Ich bedanke mich für deine Aufmerksamkeit und hoffe, dass du gesund und möglichst triggerfrei durch die Weihnachtszeit kommen wirst

Weiterhin alles Gute,

dein Patrick

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